Donnerstag, 7. Juni 2012

Trachten nach dem Jenseits

Manchmal wird ein Artikel geschrieben der neben Recherchen auch mal Wut im Bauch als einfliessende Grundlage hat. Ich finde das durchaus in Ordnung. Wenn, ja wenn die Wut nicht der einzige Motivator eines Artikels ist. In dem was folgt sind durchaus reale Erfahrungswerte verarbeitet, aber eben auch Wut über die Arroganz des Glaubens, nein der Art religiösen Bewusstseins mancher Menschen

Christen trachten nach dem Jenseits
Was sie, die Christen, tun, das tun sie für ihr "zukünftiges" Leben. Gutes tun sie nicht um Menschen Willens, nicht um der Hilfe selbst. Auch nicht um Geld oder guten Ruf. Nein, sie tun es um ihres Gottes Willen und letztendlich um ihrer selbst Willen. Damit sie ihren Gott erfreuen und er ihnen Gnade erweist

Ihre Bibel sagt. Gute Werke die nicht aus dem heiligen Geist zur Ehre Gottes geschehen sind ohne Wert, sind wie tönendes Erz. (hohl und zerbrechlich) das bedeutet, wenn man das bis zu Ende denkt. Ob ich einer alten Dame über die Straße helfe oder Amok laufend Duzende Menschen umbringe. Ob ich hunderten das leben rette oder auch nur einen Schokoriegel klaue. Es ist alles dasselbe. Wer nicht seine guten Taten aus liebe zu Gott tut der kann sie auch gleich lassen. Alle Weisheit ist Torheit vor Gott dieser Satz liegt im Tenor dieses Denkens.

Hitler, Ghandi, Stalin, Buddha, Dschingis Khan, Dalai Lhama, alles eine Soße denn keiner von ihnen tat Gutes aus der Liebe zum Gott der Bibel. 

Und es geht natürlich noch weiter.... Wer nicht Jesus als seinen Herrn annimmt der kann aucvh nicht aus liebe zu Gott handeln (mit einer Einschränkung -  er hat vor Jesus gelebt oder nie von ihm gehört) dessen leben ist sowieso verwirkt und zur Verdammnis frei gegeben. 

Edel sei der Mensch, hilfreich und Gut (Goethe) gilt nichts bei den Christen. Es sei denn, derjenige ist Christ. Das bedeutet, um es nochmal deutlich zu machen. Ein Guter Mensch der Christ ist, und das sind natürlich alle Christen, ansonsten sind sie keine Christen. Ein solcher guter Mensch tut sinnvolle und nachhaltig gute Taten, alle anderen guten Taten sind wertlos vor Gott. 

Diese Denkungsweise gibt es wirklich und das sind nicht einmal wenige. Besonders in evangelikalen und streng katholischen Kreisen ist diese Sichtweise vermehrt an zu treffen.

Gebt nicht Raum solchen Menschen. Das ist klerikaler Faschismus, eine Religiösität die das Leben verachtet, die menschliche moral leugnet. Gutes als sinnlos ablehnt. Diese Ansichtsweise ist auch ein großer Teil der christlichen Geschichte. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und stelle fest, ohne jeden Zweifel meinerseits.

Alle absolutistische Religiösität ist das ignorieren und / oder Verachtung gegen alles was der eignen Religiösität widerspricht. Ich weis keine andere Umschreibung als klerikaler Faschismus.