Freitag, 5. April 2013

"Fromme" Wünsche


"Ich weiß, dass es wichtig ist, dass du genau der Mensch bist, der du sein möchtest, und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für dich das Beste ist, obwohl ich manchmal meine, es zu wissen. Ich war nicht dort, wo du warst, und ich habe das Leben nicht aus deinem Blickwinkel gesehen." Zitat aus:  siehe unten

Das liest sich und klingt auch in den Ohren, im ersten Verständnis nach großer Toleranz, nach Aufrichtigkeit, ehrlichem Bemühen, ja beinahe nach wahter Liebe und Demut.

Von wegen! Das ist, wenn man es wirklich überlegt, nichts als dummes Zeug. Differenziert betrachtet ein zu wünschendes Ziel, nein ein zu wünschender Weg, auf den dann der Spruch passt "der Weg ist das Ziel" doch insgesamt ist der Spruch/dieses Zitat ein völlig hohle Phrase. oder wie ich es gerne nenne esoterischer Gutmenschenquark. Warum?

lesen wir mal genau - 

.... daß du genau der Mensch bist, der du sein möchtest .... 

Kennst du persönlich und leibhaftig einen, nur einen Menschen der von sich selbst frei und ehrlich sagen kann: "Ich bin der Mensch der ich sein möchte!" und von dem du sagst: "Dieser Mensch ist der, der er sein möchte!" Ihr also diersbezüglich komform geht. So einen kennst du? Ich glaub dir kein Wort. Entweder lügt er, oder du oder beide, bewusst oder unbewusst. Warum?

Ich glaube nicht das irgendein Mensch (Ausgenommen, möglicherweise ausgenommen spirituell lebende Menschen wie Asketen, Mönche, Nonnen und Eremiten, die abgeschieden vom "normalen" Alltag und den gesellschaftlichen Vepflichtungen, Möglichkeiten, Unmöglichkeiten, und Reizen aller Art) das also Menschen wie du und ich, wirklich der Mensch sind der sie sein wollen. Es mag angehen das du oder ich oder der eine oder andere dieses edle Ziel ein Stückweit erreichen. Voraussetzung ist das man sich selbst erkennt, schon scheitern viele, sich selbst annimmt, erin noch höhere Hürde. Dann und erst dann kann man werden was man sein will. Und das ist ein Weg der länger ist als dein Leben dauert. Wie erwähnt mit gsmz seltenen Ausnahmen. ganz besonderer Menschen. Eben jenen die das zu ihrer Hauptbeschäftigung machen.

Wie also willst du den menschen lieben den dein Gegenüber sein will? Du kennst ihn ja noch nicht, Den Menschen den Du lieben kannst ist der, der er gerade ist oder von dem DU meinst der er werden könnte, und das ist das was du zu vermeiden suchst eine subjektive Einschätzung, eine Meinungsbildung, eine Beurteilung. Und wenn du bereit bist zu lieben was er werden könnte dann erhoffst du dir das er wird was du zu sehen glaubst oder erhoffst das er also so wird wie du ihn gerne hättest... "Erwischt"

... und nicht der, den ich oder andere erwarten. ...

 Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für dich das Beste ist, obwohl ich manchmal meine, es zu wissen.

 Ach, das ist klar? Wenn ich mit "es ist mir klar" eine These beginne aufzustellen die einen Eindeutigkeitsanspruch erhebt schliesse ich damit die Möglichkeit eines Irrtums, einer Veränderung aus. Insbesondere wenn ich das zu einer grundlegenden Erkenntnis erhebe die im Kontext gesehen für alle gilt.

Ich hingegen behaupte das bestimmte Menschen anderen bestimmten Menschen in bestimmten Situationen und unter bestimmten Umständen durchaus sagen, bestimmen erklären können was für sie das Beste ist. Nicht immer, Nicht überall, Nicht jederzeit, Nicht jedem, ABER eben manchmal, an einigen Stellen, an eingen Zeitpunkten, einigen Leuten da kann ich das, da kannst du das, zu viele Variablen um sagen zu können "Es ist klar" 

Und manchmal weiss ich eben was für dich das Beste ist und manchmal auch ja da meine ich nur es zu wissen und dann kann meine Ansaghe auch böse enden wenn du sie befolgst. Wenn ich aber dich liebe oder annehme wie du bist, nein wie du dich mir zeigst dann ist mein Rat so ich dir einen zu geben wünsche auch ehrlich und von Herzen (zum Guten wie zum Bösen)

Ich war nicht dort, wo du warst, und ich habe das Leben nicht aus deinem Blickwinkel gesehen."

 Natürlich war ich nicht überall wo du warst, Natürlich habe ich nicht deinen Blickwinkel auf dein Leben, Ein weiterer hüfig verwendeter Spruch der hier aber nicht im Zitat verwandt wurde (Ich bin nie in deinen Schuhen gelaufen) 

Das ist alles richtig. ABER vielleicht war ich an Orten wo du noch nicht warst, Orte die soviel furchtbarer, schlimmer, intensiver, schöner, grüßer höher, weiter, prägender, abstoßender, herrlicher (was auch immer) waren, daß ich mir eben gerade darum ein Urteil zu bilden vermag.

Vielleicht ist es gerade mein Blickwinkel der durch seinen Abstand ein weniger subjektives Bild deiner Selbst wahrnimmt kurzum vielleicht sind meine Schuhe viel besser stärker schöner größer, oder vielleichjt nur Anders als deine?

Ebenso wie du habe ich Erlebnisse Erfahrungen Wissen Emotionen wie du und wie jeder andere. Und diese berechtigen mich durchaus zu urteilen und zu raten. Dich so zu lieben wie ich dich sehe und auch Dinge anzusprechen und zu empfehlen. Das bedeutet nichtgleich das ich total umkrempeln will nach meinem Gutdümken.

Unter diesen Aspekten ist das achso edle Zitat nichts als eine hohle Phrase. Eine Phrase die schön klingt aber mitr der Realität nichts zuu tun hat.

(Zitatquelle_und_religion/artikel/6911/nichts_ist_umsonst___der_tod_kostet_das_leben)