Mittwoch, 31. Januar 2018

Der heilige Tempel von Damanhur









Spiritualität im Allgemeinen in der Gesellschaft aber auch im Besonderen beim einzelnen Menschen spielt eine zunehmende Rolle. Mal als eine Sparte, eine Nische des Lebens, manchmal als Lebenskonzept inhaltlich ebenso variabel wie es äußerlich bestimmungsvolle Deutungen der Namensdefinitionen gibt. 


So gibt es Beispielsweise den PFI ein nichtweisungsbefugter Verband unzähliger Paganer Gruppen und Einzelpersonen. Manche davon so weit weg von meinem Heidentum wie nur irgend möglich sein könnte. Macht aber Nix. 


Es gibt aber auch Menschen die suchen ihre Spiritualität eben nicht im Glauben der Ahnen, in den Göttern der Asen und Vanen, oder im keltischen oder griechischen Pantheon. Die gehen bis nach Fernost oder Afrika. Und manche versuchen, für mich seltsam und nicht nachvollziehbar alles zu vermischen. Im schlimmsten Falle nennt sich das dann Abzock-Esoterik die in Deutschland weit verbreitet ist und nichts weiter tut als mit den Ängsten, Wünschen und Hoffnungen mit den Sehnsüchten der Menschen spielt um diese ganz einfach materiell zu erleichtern. Im besten Fall sind es…. Nun ja, da bin ich auch konservativ …harmlose Spinner.


Dann gibt es aber noch jene die Visionäre Gemeinschaften bilden. Als Außenstehender ist es schwer zu bestimmen, sind das nun irgendwelche abgedrehten Spinner eine Art Neuhippie mit spirituellem Touch? Oder sind es visionäre Menschen ihrer Zeit voraus? Oder Wie, oder Was?


Ich weiß zu wenig über diese Gemeinschaft. Ich habe einfach zu wenige Informationen um eine gültige Wertung ab zu geben. Darum soll es auch nicht gehen. 


Die Idee dahinter, von Damanhur erinnert mich an den Film Der grüne Planet. Wenn dem so ist, ist diese Gemeinschaft von der Zielsetzung tatsächlich weiter entwickelt als alle sonstigen mir bekannten existierenden Gesellschaftsformen. Ob die Umsetzung so oder ähnlich vor Ort tatsächlich so gegeben ist? Das müssen die beantworten die dort leben/lebten.


Möchte ich dort leben? Ein halbes Jahr? vielleicht. Dauerhaft? Nein!


Das umzusetzen bedarf es einer Toleranz die ich nicht habe, nicht mal erstrebe. Ich bin für so eine Gemeinschaft viel zu aggressiv, was nicht per se negativ sein muss oder ist. Mir fehlt die nötige Sanftmut, Geduld und Verzichtbereitschaft mich in einer solcher Gemeinschaft ein zufügen. Was mit Sicherheit für die meisten Menschen gilt. Ich bin mir ziemlich sicher das sich selbst in so eine Gemeinschaft ein zu pflegen ein hohes Maß an Allem braucht was gemeinschaftliche Charakterzüge betrifft. Oder so ähnlich.


Ich rede hier nicht von der als Gutmenschentum verachtenswerten Gleichgültigkeit sondern von einem echten Kampf mit sich selbst so zu sein, dort leben zu können und sich dennoch selbst zu erfüllen. Dies ist keine Gesellschaftsform die Krieger braucht. Eine solche Gesellschaft wäre allein von Liebe Verzicht und Toleranz geprägt. Eine Gesellschaftsform wo tatsächlich das Wohl der Gemeinschaft über dem des einzelnen steht in einer friedfertigen Form. 


Jetzt mal echt… Die, welche mich ein wenig kennen, könnt ihr euch vorstellen dass ich mich da dauerhaft einbringen könnte? Und ihr selbst? Könntet ihr das? Würdet ihr das wollen? 


Auch wenn das für mich nichts wäre weder vom spirituellen noch vom praktischen Alltag. So hab ich doch Achtung vor der Idee an sich, ebenso wie die in dem benannten Film die Gesellschaftsform auf dem Planeten.


Angeregt zu dem Artikel durch einen Link von Alena auf FB